So, nun ist endlich mal wieder Zeit, um weitere Bilder unserer Tunesien Tour zu bloggen.
Natürlich wollen wir hier den “Alten ” Reisebericht nicht einfach noch einmal veröffentlichen – also steht eine neue Interpretation der Reise hier im Vordergrund.
Nach dem Start in Solingen, ging es wie schon beschrieben, zuerst einmal nach Genua. Da wir nicht die Nacht durchfahren wollten, sind wir Morgens losgefahren und haben uns ein schnuckeliges Hotel in Genua gebucht – eine letzte Nacht im richtigen Bett und ein leckeres Frühstück, bevor Helena & ich unsere Reisegruppe im Hafen von Genua getroffen haben.

Nur der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass wir natürlich nicht die einzigen Geländewagen waren, die nach Tunesien über setzen wollten. Ganz im Gegenteil waren die “Verrückten” mit den 4×4 Fahrzeugen ganz klar in der Überzahl.

Vor der Abfahrt lagen natürlich einige Stunden des Wartens. In denen ist Sinnvolles, aber auch absolut Sinnfreies erzählt worden. Doch das Wichtigste war die gute Stimmung, die wir alle hatten und die Erwartung einer Reise mit ganz vielen Unwägbarkeiten.
Endlich kam dann die Fähre und die Reise beginnt…

Auf der Überfahrt war es dann wirklich windig – was dem Haar von Helena mächtig viel Bewegung verschafft hat.

Nach 23 Stunden Überfahrt endlich der Hafen von Tunis.

Nach der Ankunft in Tunis sind wir dann noch einige Stunden bis zum Camp 1 gefahren. In der ersten Nacht haben wir dann direkt neben einem Bahndamm gezeltet. Mitten in der Nacht hatten wir jedoch auch manchmal den Eindruck wir hätten unser Zelt AUF den Schienen aufgestellt und der Zug wäre mitten durchgefahren. Entsprechend war die Nacht dann doch nicht so erholsam wie erhofft.

Unser kleines Camp…

Der erste Abbau des Dachzeltes klappte allerding noch nicht so schnell wie gehofft. In der Folge fiel das Frühstück leider recht kurz aus. Danach ging es dann sofort weiter, über Landstrassen und mit scheinbar endlos vielen Überholmanövern in Richtung Süden.

Dann hiess es tanken und die Autos sauber machen.

Dabei nehmen es einige sehr viel genauer mit dem Sauber machen als der durchschnittliche Rest der Welt…

Wir waren voller Erwatung nun endlich mit unserer Genehmigung in Richtung des Sperrgebietes zu fahren. Doch wie wir heute wissen, sollte es ja ganz anders kommen.
Entsprechend musste der Plan geändert werden, der Weg führt uns jetzt zwar nicht mehr ganz so weit nach Süden wie geplant, doch werden wir trotzdem natürlich den Sand unter unseren Reifen spüren und durch die Dünen knallen…


to be continiued…
Helena Knorr, Stefan Grimm, Tunesien 2008, Ruby ONE, Jeep XJ Cherokee
01. Mai 2008
So da sind sie endlich, die ersten Bilder unserer Reise.
Erst einmal natürlich die Fahrt nach Genua – über Basel durch die Schweiz nach Genua in Italien.

In Genua haben wir dann eine Nacht im Hotel verbracht, damit wir fit und ausgeschlafen an der Fähre in Genua ankommen.

Neben den Offroad-Fans sind auch einheimische Teams auf dem Weg zur Fähre

Einige führende Teilnehmer der Reisegruppe nutzten die Wartezeit in Genua, um sich zu entspannen.

Neben unseren Autos gab es durchaus ambitioniertere Teams, die mit sehr ordentlichem Equipment auf die Fähre gegangen sind.


Der ein oder andere ist jedenfalls mit komischen Gerät unterwegs…

BuggyMike war übrigens auch da…

Nach einigen Stunden Wartezeit war die Fähre dann endlich angekommen.

Gute 24 Stunden später sind wir dann endlich in Tunis angekommen.

Nach der Ankunft in Tunis mussten erst einmal diverse Zoll-Formalitäten erledigt werden und schließlich sind wir noch einige Stunden in Richtung Süden gefahren. Das erste Camp wurde einfach “wild” abseits der Straße aufgeschlagen.

Nach einem kurzen Frühstück mit viel Kaffee ging es dann weiter in Richtung Tataouine – dort wollten wir die Genehmigung für die Einfahrt ins Sperrgebiet ahbolen.

Während Rainer und Julia unterwegs waren, um die Formalitäten in Tataouine zu erledigen, haben wir unsere Autos aufgetankt und gewaschen.

Während einer wäscht, nutzen die anderen die Zeit für einen Kaffee und ein paar “nützliche” Bemerkungen.

Nach der Rückkehr von Julia und Rainer stand dann fest – wir kommen nur mit einheimischen Guide ins Sperrgebiet. Wir haben uns gegen diese Option entscheiden und beschlossen, am nördlichen Rand des Sperrgebietes zu bleiben und in der Nähe von Ksar Ghilane die Dünen zu erkunden.
Auf dem Weg zum neuen Ziel haben wir dann die “ordentlichen” Straßen schnell verlassen und sind über Piste weitergefahren.

Natürlich muss dann auch entsprechend der Luftdruck der Fahrzeuge den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Nach einigen Stunden Fahrt haben wir dann unser Camp in den Dünen aufgeschlagen.

Während der ersten Dünenfahrt hatten sich dann jedoch kleinere Teile an den beiden Jeep Cherokees als suboptimal herausgestellt (Stabis vorne, Federn vorne schlugen durch) und wurden fachmännisch von Don Frank Beckmann (besser bekannt als der Jeep Flüsterer) repariert.

Beim XJ Cherokee der Beckmanns wurden dann kurzerhand zusätzliche Anschläge für die Stoßdämpfer vorne installiert – die Federn vorne mussten zu diesem Zweck natürlich raus.

Der Stabi vorne wurde dann kurzerhand noch verlängert und schon war der XJ Cherokee wieder einsatzbereit. Es ist schon unwahrscheinlich, was ein Mann mit einem Schweißgerät so alles anfangen kann…


Nach getaner Arbeit wurde dann erst einmal im Pool des Campingplatzes entspannt und ein Bierchen auf die gelungene Reperatur getrunken.

Die nächsten Tage ging es dann immer wieder für 4-6 Stunden täglich in die Dünen. Dort wurden alle Fahrer, Beifahrer und Fahrzeuge eingehend auf mögliche Schwachstellen getestet. Bis auf kleinere Blessuren ist aber nichts passiert – wir haben jedoch viel gelacht, Adrenalin ausgeschüttet und vor Spass geschrieen – die tägliche “Dünen-Achterbahn” mit vielen Kesseln ist einfach ein riesen Gaudi.

Berry hat sich Mühe gegeben, nicht allzu viele “Patrol-Hügel” zu finden. Die geringere Bodenfreiheit hat hier regelmäßig einen beherzten Gasfuss nötig gemacht, damit der Patrol sich noch über den Dünenkamm schiebt.

Natürlich hat es jeden mal erwischt – es gab keinen, der sich nicht einmal festgefahren hat.
Auch der Jeep Warngler Unlimited blieb nicht verschont.

Kleine Reparatur an der Hinterachse des Jeep Wrangler Unlimited JK.

Aber es wurde noch ein passendes Reperaturblech benötigt – ein Glück, dass sich dieser Toyo freiwillig als Blechspender meldete…


Doch war der Wrangler nicht die einzige Baustelle an diesem Tag, denn spät in der Nacht wurden wir von einem Sandsturm überrascht und das Mannschaftszelt musste fluchs abgesichert werden.
Ein paar Zarges Boxen, Spanngurte und Ersatzräder später war alles wieder im Griff.

Auf der Dünenfahrt des nächsten Tages hat es dann auch den Scout der Gruppe erwischt. Der meistens vorfahrende Mercedes G von Rainer ist stumpf eingeschlagen und musste geborgen werden.

Nachdem wir einen ereignisreichen Tag in den Dünen erlebt hatten und beim Fahren selbst mit einem Sandsturm zu kämpfen hatten, fanden wir unser Lager leicht verändert vor. Der Sandstrurm hatte auch auf dem Campingplatz getobt und zum Glück konnten die im Lager gebliebenen Damen und Herren Sylvia und Monika, Markus, Julia und Frank das Mannschaftszelt retten.

An den nächsten Tagen ging es natürlich wieder in die Dünen….


Falls hier übrigens jemand findet, der schöne rote Jeep XJ Cherokee namens Ruby ONE wird hier öfter abgebildet als die anderen Fahrzeuge, dann ist das reiner Zufall und auf keinen Fall Absicht.

So jetzt die anderen, die natürlich auch nicht zu kurz kommen sollen – wie z.B. der Jeep JK Wrangler Unlimited vom Markus Krings – hervorragend auf- und umgbeaut vom Autohaus Haese in Erkrath www.ct-haese.de !


Und so sieht ein Luiftfilter nach 1-2 Tagen ausgiebiger Dünenfahrt aus – also nicht vergessen, spätestens alle 2 Tage wechseln!

So hier nun endlich der ultimative Beweis dafür, dass es nicht nur in Deutschland unsinnige Verkehrsschilder gibt:

Doch auch die tunesischen Landschaften waren atemberaubend.




Und was in so schönen Landschaften alles so zu finden ist…


Auf der Rückfahrt dann ein Reifenplatten bei Ruby ONE, der Dritte während dieser Fahrt übrigens für unseren roten Jeep XJ Cherokee!


Diesen Reifenwechsel habe ich übrigens bei einem wunderschönen Sonnenuntergang durchgeführt.

Zum guten Abschluss der erfolgreichen Tour haben wir uns dann noch einen ganzen Tag im 5 Sterne Hotel Mercure in Port el Kantoui gegönnt – mit richtigen Betten, richtigen Duschen, richtigem Buffet, richtigem Meer, richtigem Strand und viel Entspannung.




Und spätestens im Oktober 2009 geht es los zur nächsten Tour….
02. April 2008
Da es hier sehr mühselig ist ca.350 Bilder einzufügen, habe ich diese auf meiner Medion Bilderseite hoch geladen.
http://frank-beckmann.fotoalbum-medion.de/
Viel Spaß
31. März 2008
So, endlich wieder gut zuhause angekommen und den Tag mit ausschlafen und auspacken verbracht.
Vorab zwei Beweisfotos, damit klar ist, dass wir wirklich da waren.


Mehr gibt es dann morgen, im Laufe des Tages….
30. März 2008
Hallo zusammen,
so, melden uns wohlbehalten und mit relativ unbeschaedigten Fahrzeugen wieder zurueck. Wir sitzen geade im Internet-Cafe der Carthage und warten auf die Ueberfahrt bei vermutlich zu erwartendem hohen Seegang.
Kurze Zusammenfassung vorab:
War absolut super, auch wenn unsere Reiseplanung relativ schnell eine wesentliche Änderung erfahren musste:
Die Genehmigung fuer das Sperrgebiet wäre zu kriegen gewesen, aufgrund der bekannten Thematik der nach wie vor vermissten beiden Österreicher ist allerdings bis auf weiteres eine Durchfahrt nur mit Guide gestattet. Dieses wollten wir nicht unbedingt machen und hatten uns an der Tankstelle von TATATOUINE dazu entschlossen, im Norden TUNESIENS um die Gegend von KSAR GHILANE, DOUZ und AIN ESSBAT zu bleiben. Der Canpingplatz von AIN ESSBAT war somit Ausgangspunkt fuer alle Unternehmungen.
Entscheidender Vorteil hierdurch: Bis auf den Tagesbedarf an Sprit, Wasser, Verpflegung und natuerlich die Dachzelte waren die Autos leer und somit bedeutend leichter.
Trotzdem waren einige Schäden zu verzeichnen:
abgerissene Radinnenverkleidungen, zwei Stossdaempfer, ein abgerissener -und schnell wieder geschweisster- Querlenker, ein defekter Thermoschalter, insgesamt vier Reifenpannen sind eigentlich unter der Rubrik “diverse Verschleissteile” zusammenzufassen.
Nicht zu vergessen: Die losvibrierte rechte Befestigungsschraube des Beifahrer-Schminkspiegels beim G-Modell. Aehem…
8)
Alles Weitere inklusive wirklich sehr gei.. guter Photos nach Ankunft in ESSEN, HATTINGEN und SOLINGEN.
Versandete und seekranke Grüsse!
Rainer
28. März 2008
Das Sperrgebiet im Süden Tunesiens darf im Moment nicht von Touristen bereist werden. Wir bleiben also in der Mitte Tunesiens am nördlichen Rand der Sahara. Dort schlagen wir in einer Oase die sicher ist unser Camping-Lager auf und machen dann Tagestouren, um in den Dünenfeldern zu fahren. Die Stimmung ist bestens, denn bisher konnten alle Defekte vor Ort behoben werden und die Fahrten in den Dünen waren super! Sobald wir online sind, gibt es die ersten Bilder!
21. März 2008
Jaja, die Technik:
Wir (Stefan und ich -Rainer-) geben es zu: Wir sind stets bemueht, die an uns gestellte Anforderung, ein reibungsloses Funktionieren des satellitengestuetztes Blogging sicherzustellen, bislang lediglich in Teilbereichen zu erfuellen imstande waren….
Auf deutsch: Stefan und Rainer sassen ca. drei Stunden zusammen und haben festgestellt: Fuer die Installation sind wir beide zu doof!
Stattdessen haben wir eine Umverteilung der Verantwortlichkeit vorgenommen: Ich glaube, Helena und Julia koennen das deutlich besser…
Wir hoffen, es klappt ab Montag Abend!
16. März 2008
Soweit, so gut! Die Anreise verlief bei allen absolut problemlos, mit mehr oder minder viel Schlaf (nicht wahr, Frank… komplett alleine durchgefahren…) erreichten wir im Laufe des Vormittags den Hafen von GENUA.
Fuer das nächste Mal wissen wir aber auch schon wieder besser Bescheid und werden ab sofort zur Übernachtung einen jetzt eingespeicherten Rastplatz mit sehr guten Fruehstuecksmoeglichkeiten nutzen…
Ein Tipp fuer alle zukuenftigen TUNESIEN-Fahrer: Unter Wuestenschiff.de alle notwendigen Dokumente im Vorfeld runterladen, von einer fach- und französischkundigen (die Sprache!!!) Mitfahrerin übersetzen lassen und SOFORT nach Betreten der Faehre die Formalitaeten erledigen. Hat absolut super geklappt, standen für beide Kontrollen insgesamt max. 40 Minuten an. Dafür Lob und Anerkennung an Julia (Team Zippo) für die exzellente Vorbereitung!
So, jetzt sitzen wir geade im Internet-Cafe der CARTHAGE, bemühen uns um einen effizienten Umgang mit dem amerikanischen Tastaturtreiber und zeigen sehr gerne unsere momentan VOELLIG ENTSPANNTE Stimmung anhand des veröffentlichten Photos.

16. März 2008
Noch ca. 3Stunden bis zur Abreise.
Die letzten Vorbereitungen werden gerade abgeschlossen.

Der Dachträger und auch alles andere ist gepackt.
Nur den Topf noch festzurren ( passt beim besten Willen nicht mehr ins Auto )

Team Gremlin ist bereit zur Abreise.

14. März 2008

Es ist soweit,
der Wagen ist expeditionstauglich auf- und umgebaut.
14. März 2008
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